Die ESTONIA Flügel werden handgefertigt. Im folgenden eine kurze Einführung in die Herstellung dieser Instrumente. 

Zur Herstellung des Flügels werden edle Holzarten wie Birke, sibirische Fichte, verschiedene Buchenarten benutzt. Das Material wird mindestens 5 Jahre lang luftgetrocknet.

Die Gußrahmen der Flügel werden in Estland hergestellt. Nach dem Fertigguß lagern sie ca. 6 Monate, damit sie frei von Spannungen werden. Danach werden die besten Rahmen ausgewählt und verarbeitet.

Zur Herstellung des Gehäuses werden dünne Schichten der baltischen Birke miteinander verleimt. Es dauert insgesamt 6 Stunden, damit das Gehäuse unter einer speziellen Presse geformt und der Leim trocken wird. Für jedes Modell gibt es eine spezielle Presse. Nachdem die geleimten Schichtholzplatten aus der Presse genommen werden, bleiben sie unberührt für zwei Wochen im Freien stehen. Danach werden sie verarbeitet: zugeschnitten und mit Holzdetails komplettiert.

Das Finish. Zum Lackieren wird der Klavierkörper herausgenommen. Das Gehäuse und andere Details werden mit 10-12 Schichten Polyesterlack lackiert. Danach wird die Oberfläche geschliffen und poliert. Ein Teil der Flügelproduktion von ESTONIA ist in unikaler Furnierausführung: Makoré, Mahagoni, Kirsche.

Der Resonanzboden ist einer der wichtigsten Bauteile des Flügels. Die Holzplatten, die zusammengeleimt werden sollen, werden nach deren Holzstruktur sorgfältig ausgewählt und einander angepaßt. Hier finden nur radial geschnittene Platten Anwendung. Radial schwindet und quillt das Holz prozentual höchstens halb soviel als tangential.

Das Material des Resonanzbodens stammt aus dem unteren Teil des Baumstammes, da der obere Teil viel astiger ist. Ein Meister mit langjähriger Erfahrung setzt den Resonanzboden aus verschiedenen Holzplatten zusammen, in dem er visuell nach dem Muster und nach der Farbe das Zusammenpassen der Platten prüft und so das beste Material auswählt. Das Pressen und das Leimen sind bei Estonia im Vergleich zu anderen Herstellern sehr exclusiv. Bevor der Resonanzboden unter die Presse gelegt wird, wird er 24 Stunden lang in einem speziellen Erhitzer wärmebehandelt. Danach wird ihm unter der Presse eine gewisse Spannung und Krümmung verliehen. Er wird gewölbt und anschließend werden die Resonanzbodenrippen angeleimt, die dem Resonanzboden den richtigen Bogen geben. Der Wölbungsgrad ist das große Geheimnis jedes Flügelherstellers.

Auf dem gerippten Resonanzboden wird der Steg befestigt. Die Steghöhe wird speziell für jeden Gußrahmen individuell verarbeitet. Der Steg wird bei jedem Flügel individuell ausgelegt. Erfahrene Baumeister bestimmen mit einer sehr sicheren Hand nach bestimmten Parametern bzw. Arbeitsbeschreibungen die Höhe und die genaue Auslegung des Steges und den Ort der Stimmwirbel. Die Einschnitte in den Steg werden ohne jegliche Technologie alle per Hand vorgenommen. Von der genauen Auslegung und der Höhe des Steges hängt es ab, wie effektiv die Energie der Saiten auf den Resonanzboden übertragen wird.

Der Resonanzboden wird an die innere Zarge bzw. Raste montiert. Danach wird die innere Zarge in die äußere Zarge gelegt und mit Leim an die äußere Zarge befestigt. Der Resonanzboden wird mit der Zarge zusammen in das Gehäuse hereingehoben und an den Gußrahmen montiert.

 

Die Saiten und der Saitendraht stammen aus dem Hause Röslau. Die Baßsaiten werden vor Ort in der ESTONIA Klavierfabrik gesponnen. Jeder Wirbel wird einzeln durch ein Loch im Gußrahmen geführt, an den Stimmstock gespannt und der Saitendraht wird durch den Stimmwirbel geführt. Die ESTONIA Wirbel sind in der Firma Biene hergestellt und werden aus Deutschland importiert. Der Stimmstock wird aus einem speziellen Material, aus Delignit hergestellt.

Die Klaviatur. Die Klaviatur der Konzertflügel wird bei Kluge eingekauft. Für die Studio- und Salonflügel wird die Klaviatur in der Fabrik hergestellt. Dazu wird spezielles Fichtenholz verwendet. Das Material der Tastenoberfläche ist von der Firma Kluge. Die Klaviatur der ESTONIA Flügel hat viel Lob von den besten Pianisten der Welt bekommen.

Die Montage der Mechanik besteht aus vielen Operationen, die große Präzision und eine langjährige Ausbildung erfordern.

Das Anbringen von Tasten.

Die Spielbarkeit des Instrumentes bekommt den letzten Schliff durch die Intonation und die Stimmung des Flügels.

Anerkannte Pianisten aus aller Welt schätzen die feinfühlige Spielbarkeit und den Klang der ESTONIA Flügel.
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