Geschichte

Der Klavierbau war in Estland eine Kunst, die im späten 18. Jh. praktiziert wurde und schon im Jahre 1779 dokumentiert ist.

Das Handwerk blühte weiter im späten 19. Jh., und im frühen 20. Jh. gab es nahezu 20 verschiedene Klavierfirmen. Der bekannteste Hersteller war Ernst Hiis-Ihse, dessen handgemachtes Klavier aus dem Jahre 1893 zum Prototyp des estnischen Klaviers wurde. Nach dem Zweiten Weltkrieg bot man Hiis-Ihse an, eine größere Fabrik aufzubauen, die heute als Klavierfabrik Estonia bekannt ist.

Von Estonia hergestellte Klaviere haben Auszeichnungen im Bereich Design und Herstellung auf internationalen Wettbewerben in Europa erhalten.

Sie wurden auf den Konzertbühnen des Ostens im wahrsten Sinne des Wortes tonangebend, und über 7.400 Konzertflügel sind hergestellt worden. Viele große Pianisten wie z.B. Sviatoslav Richter, Dmitry Shostakovitch, Emil Gilels und Claudio Arrau haben schon auf diesen Flügeln gespielt. Nach Hiis-Ihses Ableben im Jahre 1964 verschlechterte sich jedoch die Qualität der Instrumente, zum Teil wegen der schlechten Versorgung mit qualitativ hochwertigen Bauteilen und Materialien während des Kommunismus, und es gab Veränderungen in der Produktionsmethode.

Als Estland 1991 seine Unabhängigkeit wiedererlangte, hielten die Fabrikangestellten die Produktion unter großen Anstrengungen aufrecht und kauften wenige Jahre später die Fabrik. Bis zum Ende der 90er Jahre kaufte Dr. Indrek Laul, ein estnischer Pianist, Firmenanteile nach und nach auf und wurde so Mehrheitsbesitzer. Mit einem Team von Managern initiierte er den Aufstieg der Firma. Die Instrumente wurden unter der Mitarbeit von hervorragenden Klavierexperten neu designt, um ein Klavier für die höchsten Ansprüche zu schaffen.

Seit 2001

Dr. Laul wurde Alleininhaber der Firma und vereinte die Produktion in den USA. Seit dieser Zeit haben Dr. Laul und seine musikalische Familie, die Pianistin Reet Laul und Dirigent Venno Laul, die Modelle noch weiter verbessert. Hunderte von Veränderungen und Verbesserungen wurden bei allen Modellen umgesetzt, ein neues Produktionsgebäude wurde gebaut, und neue Modelle wurden erarbeitet. In den letzten Jahren sind zwei neue Klaviermodelle - 210 und 225 - hinzugekommen. Durch die Verbesserung des Klangs, der Leistung, des Erscheinungsbildes und der Langlebigkeit werden die Instrumente nun sehr hoch bewertet (www.pianobuyer.com, S.42).

Außerdem haben Estonia-Flügel in den letzten Jahren viel Anerkennung in der ganzen Welt gefunden. Sonderartikel und -sendungen wurden in vielen Ländern herausgegeben bzw. gesendet, darunter von Bloomberg News Network, Forbes, Deutsche Welle und The Associated Press.

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